Ausrichtung statt Stress, wie du bei dir bleibst | mit Anja Wiebe
Zweiter Teil mit Anja Wiebe. Sie ist Stärken- und Metaphysik-Coach und arbeitet mit Systemen wie Astrologie, Numerologie, Human Design und den Gallup-Stärken. In diesem Teil geht es darum, wie du dich in einer lauten, stressigen Zeit täglich neu ausrichtest, statt dich vom Außen treiben zu lassen. Das ist Anjas Sicht und Arbeitsweise, ihre Deutungen aus Astrologie und Co. sind ihre Perspektive, keine Vorhersage.
Ausrichten statt betäuben
Für Anja ist die größte Aufgabe gerade, den Stress bewusst runterzuregulieren. Betäuben oder ablenken hilft ihr zufolge nicht, es geht um eine bewusste Ausrichtung. Wer nur in der Hektik bleibt, richtet sich unbemerkt ins Negative aus. Ihr Gegenmittel ist Disziplin, sich jeden Tag neu auszurichten, ein paar Minuten nur für sich.
Warum Wünschen allein nicht reicht
Anja hält wenig von der schnellen Manifestations-Idee, man müsse sich nur reich wünschen und es einmal fühlen. Der Kopf, sagt sie, quatscht ja weiter. Ihr Ansatz ist bodenständiger. Metaphysik, egal ob Astrologie, Numerologie, Human Design oder Stärken, zeigt für sie, wer jemand ist. Den eigentlichen Unterschied macht aber erst, das Erkannte auch umzusetzen und zu integrieren.
Der Universaltipp, Nachrichten abschalten
Bevor man überhaupt mit Meditation anfange, sagt Anja, solle man die Nachrichten abschalten. Wer sich abends vor dem Schlafengehen Schreckensmeldungen ansieht, gibt seinem Unterbewusstsein die ganze Nacht Stoff. Wichtig ist ihr der Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid. Mitfühlen ja, aber sich nicht ins Leid hineinziehen lassen, weil man sonst für sich selbst nur Leid vergrößert.
Keine Zeit ist meist eine Ausrede
Immer wieder hört Anja, für zehn Minuten Ausrichtung am Tag sei keine Zeit. Sie geht solche Sätze gern durch, früher aufstehen, die Mittagspause, der Sport, und zeigt, wie viele Ausreden sich finden lassen. Dazu empfiehlt sie eine Not-To-do-Liste, bewusst Dinge wegzulassen und auszuprobieren, was passiert, wenn das Essen einmal nicht pünktlich um achtzehn Uhr auf dem Tisch steht.
Probleme neu sehen und ins Tun kommen
Ein Wortspiel benutzt Anja gern. In Problem stecke das pro, also das für. Man könne sich den ganzen Tag mit Problemen beschäftigen oder proaktiv fragen, was man sich Schönes schafft. Entscheidend ist für sie der erste Schritt. Sie nimmt sich oft nur fünfzehn Minuten für eine ungeliebte Aufgabe wie die Buchhaltung, und wenn sie einmal angefangen hat, zieht sie es meist durch.
Andere zum Strahlen bringen
2026 nennt Anja das Jahr der Authentizität, in dem es darum geht, Menschen wieder zum Strahlen zu bringen. Das kann jeder im eigenen Umfeld. In ihren Workshops macht sie eine Stärkendusche, jeder sagt dem anderen dreißig Sekunden lang etwas Positives. Vielen fällt genau das schwer, dabei wächst man spürbar, wenn man es hört. Genauso wichtig ist ihr, ein Kompliment einfach anzunehmen, statt es kleinzureden.
Zuhause und Reisen im Kleinen
Persönlich erzählt Anja von ihrem Umzug nach Tirol und wie viel eine neue, stimmige Wohnung für ihre Energie getan hat. Sie ist so angekommen, dass sie gar nicht mehr ständig wegfahren muss. Einer Kundin, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr reisen konnte, hat sie geraten, im Inneren zu reisen und kleine Ausflüge in der Umgebung zu machen. Schon das hat viel verändert.
Schalte für ein paar Tage die Abendnachrichten aus und nimm dir stattdessen zehn Minuten nur für dich, morgens oder abends. Achte darauf, wie sich dein Schlaf und dein Start in den Tag verändern.
Mach jemandem heute ein ehrliches Kompliment, dreißig Sekunden lang. Bekommst du selbst eines, sag einfach danke, ohne es kleinzureden.
Was Frank aus dem Gespräch mitnimmt
- Tägliche Ausrichtung schlägt ständiges Reagieren auf das Außen.
- Weniger Nachrichten schützen dein Nervensystem und deinen Schlaf.
- Der erste Schritt zählt, oft reichen fünfzehn Minuten.
Was du mitnehmen kannst
Wenn ich diesen zweiten Teil auf einen Gedanken bringe, dann diesen. In einer lauten Zeit hilft die tägliche Ausrichtung, bei dir zu bleiben. Schon zehn Minuten für dich, weniger Nachrichten und ein ehrlich angenommenes Kompliment können den Ton eines Tages drehen.
Das war Teil 2 von zwei mit Anja Wiebe. In Teil 1 ging es um den Auftakt ins Jahr und die Grundlagen ihrer Sicht. Die ganze Folge gibt es oben als Video und zum Anhören.