Raus aus der Komfortzone, wie ein Neuanfang alles verändert | mit Klaus Schwarzkopf
Klaus Schwarzkopf war einundzwanzig Jahre angestellt, dann hat er von einem Tag auf den anderen sein Leben umgekrempelt. Neues Land, neue Sprache, eigene Firma. Ein Gespräch über Glück als Maßstab für Erfolg, über den Mut, die Komfortzone zu verlassen, und darüber, warum es für ihn keine Misserfolge gibt.
Erfolg ist Glück
Für Klaus ist Erfolg gleichbedeutend mit Glück. Weniger das Geld auf dem Konto, mehr das Gefühl, glücklich aufzuwachen, zu wissen, was man tun will, und genau die Dinge zu machen, die einen glücklich machen. Wenn der Tag so beginnt, sagt er, kann er eigentlich nur gut werden.
Die Entscheidung, die alles einfach machte
Einundzwanzig Jahre war Klaus Softwareentwickler, mit einem großen Sicherheitsbedürfnis. Seine Freundin lernte er in Thailand bei einem Kochkurs kennen, danach folgten vier Jahre Fernbeziehung zwischen Deutschland und London. Nach einem Coaching im Jahr 2020 traf er die Entscheidung, zusammenzuziehen und nach London zu gehen. Sobald diese Klarheit da war, fiel ihm der Rest leicht, das Kündigen von Job, Wohnung und Versicherungen.
Raus aus der Komfortzone
Sein größtes Learning bringt Klaus auf einen Satz. Raus aus der Komfortzone, denn dort liegt die Wachstumszone. Wer bleibt, obwohl er das Richtige längst kennt, dessen Komfortzone wird mit der Zeit immer enger. Wer dagegen bewusst herausgeht, kommt voran.
Die innere Einstellung verändern
Ein schönes Beispiel sind für ihn die Kaltakquise-Anrufe. Er hat sie gehasst, bis er seine innere Einstellung geändert hat. Mit der Absicht, dem anderen zu helfen und dabei eine gute Zeit zu haben, wurden aus lästigen Anrufen schöne Gespräche mit neuen Menschen. Das Gleiche gilt für Beziehungen. Wer klammert und unbedingt etwas erzwingen will, bekommt es selten. Wer einfach eine gute Zeit sucht, bei dem entsteht etwas.
Es gibt keine Misserfolge, nur Lernen
Klaus sucht Lösungen statt Probleme. Aus seiner Coaching-Ausbildung nimmt er das Reframing mit. Eine Sache ist nicht nur gut oder schlecht, es kommt auf die Sicht an. Ein Projekt hat ihn Geld gekostet und wurde nach einigen Monaten abgebrochen. Finanziell ein Rückschlag, und doch hat er dabei viele Menschen kennengelernt, ist in seine Führungsrolle gewachsen, und daraus sind später zwei Kongresse und ein Buch entstanden.
Eine Aufgabe, für die man aufsteht
Ganz ohne Aufgabe geht es für Klaus nicht, jeder braucht etwas, wofür er morgens aufsteht. Für ihn ist es sein Online-Business und vor allem, ein Vorbild für sein Kind zu sein, das sehen soll, was alles möglich ist. Dazu kommt das Netzwerken. In London ist er ein- bis zweimal pro Woche unterwegs, lernt Menschen kennen, verbessert sein Englisch und vertieft echte Beziehungen.
Triff eine klare Entscheidung bei etwas, das du lange vor dir herschiebst. Danach fällt die Umsetzung oft leichter, als du denkst.
Geh bewusst einmal aus deiner Komfortzone. Genau dort beginnt dein Wachstum.
Was ich aus dem Gespräch mitnehme
- Erfolg ist vor allem Glück, weniger der Kontostand.
- Aus der Komfortzone heraus beginnt dein Wachstum.
- Wie du eine Sache siehst, so wird sie für dich.
Was du mitnehmen kannst
Wenn ich dieses Gespräch auf einen Gedanken bringe, dann diesen. Triff deine Entscheidung, geh mutig aus der Komfortzone und dreh die Sicht auf die Dinge ins Positive. Was dir vorher schwerfiel, wird dann oft zum schönen Teil deines Weges.
Das war das Gespräch mit Klaus Schwarzkopf. Die ganze Folge gibt es oben als Video und zum Anhören.