SOLO-SONDERFOLGE

Zwischenfazit nach 65 Folgen: was von diesem Jahr bleibt

Folge 66 · Solo-Sonderfolge mit Frank Kühtz

Donnerstag, sieben Uhr, die 66. Folge. Diesmal sitze ich allein vor der Kamera und ziehe ein Zwischenfazit. 65 Gespräche liegen hinter mir, ein halbes Jahr im Jahr des Feuerpferds ist vergangen, und ich schaue mit dir zurück: was von diesem Jahr bleibt, wie die KI meinen Alltag verändert hat und warum meine neue Homepage nach einem Jahr Arbeit endlich online ist.

Ein halbes Jahr Feuerpferd, was bleibt

2026 ist das Jahr des Feuerpferds, und seit dem 17. August liegt das erste halbe Jahr davon hinter uns. Zwei Dinge nehme ich mit. Auf der einen Seite eine gewisse Aggressivität: Ganz Südeuropa brennt, an anderer Stelle kommen Überschwemmungen, Hitze und Dürre dazu. Hier im Osten, in Berlin, hatten wir dagegen viel Regen. Auf der anderen Seite wächst die Natur unheimlich stark. Genau das hat Anja schon Anfang des Jahres im Interview gesagt: Wir bekommen ein großes Wachstum.

Bleibt die Frage an dich: Wie war dein Jahr bis hierher? Der August ist ein guter Moment, um in Ruhe zu reflektieren, ob du das umgesetzt hast, was du dir vorgenommen hast. Viele sind gerade im Urlaub, das passt gut zu so einem ehrlichen Blick zurück.

Erfolg fängt mit einer Idee an

Nach 65 Episoden weiß ich: Erfolg bedeutet für jeden etwas anderes. Für den einen ist es das eigene Unternehmen, für den anderen ein Kind, ein Partner oder der Mut zum Auswandern. Am Ende läuft es doch auf dasselbe hinaus. Es fängt immer mit einer Idee an und mit einem absoluten Willen, etwas umzusetzen. Die Idee ist der Start, die Umsetzung der zweite Schritt, das Dranbleiben der dritte.

Erfolg startet immer in dir drin.

Dabei hilft heute ein Werkzeug, das es vor Kurzem so noch nicht gab. Egal, was du dir vornimmst, erst musst du mit dir selbst im Klaren sein. Der Rest baut darauf auf.

Die KI als täglicher Sparringspartner

Die KI hat sich in diesem Jahr enorm entwickelt. Mit Claude und ChatGPT kann ich mir die KI mittlerweile auf den Desktop holen und Dinge erledigen, die vorher kaum möglich waren. Abrechnung, Buchhaltung, den Computer aufräumen. Am meisten nutzt mir ein einfacher Ablauf: Ich lasse mir jeden Morgen um sieben oder acht Uhr eine Checkliste für den Tag schreiben, und am Abend gehe ich sie durch. Habe ich es geschafft oder nicht? Für mich ist dieser tägliche Sparringspartner ein Riesending.

Viele haben Angst vor der KI, und das kann ich nachvollziehen. Etwas Neues, eine Maschine, dazu die Bilder aus alten Filmen. Wichtiger finde ich, sich jetzt vorzubereiten und einen eigenen Weg zu finden, die KI zu steuern. Ein Punkt, den Anja auch angesprochen hat, ist mir geblieben: Die KI nimmt dir viel Arbeit ab, gleichzeitig brauchst du mehr Pausen. Du schaffst mehr in weniger Zeit und gewinnst mehr Zeit für dich. Vielleicht ist genau das die Chance dieses Jahres.

Nicht jedem Trend hinterherrennen

Ein Learning, oder eher eine Bestätigung aus den letzten Folgen, ist für mich: Bleib bei dem, was du wirklich machen willst. Erinnerst du dich an die Dubai-Schokolade? Von null auf hundert war sie überall, danach kamen die nächsten Getränke-Trends. Solche Wellen laufen schnell wieder ab. Bleib entspannt und lass sie einfach laufen.

Trends kommen und gehen, da kann man gar nicht so hinterherrennen.

Auch bei der KI gibt es so einen Trend, das Arbeiten über sogenanntes Loop, bei dem du am Ende nur noch das Ziel eingibst. Ich bin neugierig, ob das so kommt. Hinterherrennen werde ich dem nicht.

Das Handy bewusst weglegen

So hilfreich die Technik ist, so wichtig ist die Gegenbewegung. Sich auf sich selbst besinnen, das Telefon weglegen. Drei oder vier Stunden das Handy aus, raus in die Natur. Für mich ein schwieriger Prozess, gerade wenn ich viel mit der KI arbeite. Ein schöner Test ist das Essen. Geh mal ins Restaurant, nur mit dem Schlüssel und deinem Partner, ohne Telefon, und genieße den Abend. Wenn du allein bist, genießt du ihn eben allein.

Die Wespe, die mich Fokus lehrte

Neulich hatte ich eine wunderbare Begegnung mit einer Wespe. Sie flog permanent auf mein Essen, und ich habe so ruhig weitergegessen, dass ich für die Mahlzeit eine Viertelstunde bis zwanzig Minuten gebraucht habe. Normalerweise schaffe ich das in zehn. Ich war voll und ganz auf jede Gabel konzentriert und habe mich von nichts ablenken lassen, nicht einmal von der Wespe. Aus diesem Moment ist ein kleiner Text entstanden, den ich noch veröffentliche. Manchmal bringt dir sogar eine Wespe etwas Wichtiges bei.

Zum Ausprobieren

Lass dir von der KI eine Checkliste für deinen Tag schreiben, ganz konkret, was heute ansteht. Am Abend gehst du sie in Ruhe durch und hakst ab, was du geschafft hast.

So siehst du schwarz auf weiß, wie viel an einem Tag wirklich möglich ist, und wo du morgen früher ansetzen willst.

Niemand wächst allein

Das größte Learning ist zugleich eine alte Bestätigung: Allein wächst niemand. Du brauchst ein, zwei, drei Sparringspartner mit im Boot, und gemeinsam löst ihr eine Riesenwelle aus. Bau dir ein Netzwerk auf und sei in einer Gemeinschaft unterwegs.

Erfolg ist immer auch eine gemeinschaftliche Geschichte.

Meine Homepage ist online

Jetzt zum eigentlichen Anlass dieser Folge. Meine Homepage ist online. Unter frank-kuehtz.de/erfolgsklartext findest du nach und nach alle Folgen, mit Video, Podcast-Link und Blogartikel zum Sehen, Hören und Lesen. Bis Mitte, spätestens Ende September lade ich alle Episoden hoch.

Besonders stolz bin ich auf eine Sache: Bei den mehrteiligen Folgen springst du direkt von einer Episode zur nächsten. Dazu kommen das Unternehmerportrait, eine Übersicht der Gäste und bald ein Newsletter. Nach einem Jahr Arbeit steht die Seite jetzt zu rund achtzig Prozent, der Rest ist Feinschliff. Schreib mir gern in die Kommentare, was dir gefällt und was du dir wünschst.

Franks drei Learnings

Was ich aus diesem halben Jahr mitnehme

  1. Erfolg fängt mit einer Idee und einem Willen an, Umsetzung und Dranbleiben folgen.
  2. Die KI nimmt dir Arbeit ab, nutze die gewonnene Zeit für echte Pausen.
  3. Allein wächst niemand, hol dir ein, zwei, drei Sparringspartner ins Boot.

Was du mitnehmen kannst

Wenn ich dieses halbe Jahr auf einen Gedanken bringe, ist es dieser: Fang mit deiner Idee an, bleib dran und such dir Menschen, mit denen du gemeinsam wächst. Der Rest kommt Schritt für Schritt.

Das war meine Solo-Sonderfolge zum Zwischenfazit nach 65 Folgen. Nächste Woche geht es wieder mit Gästen weiter, in den kommenden Wochen sprechen wir unter anderem über das Auswandern, über die Stimme und über den Selbstwert. Die ganze Folge gibt es oben als Video und zum Anhören. Schau gern auf der neuen Homepage vorbei, ich freue mich auf deine Rückmeldung.