Erfolg folgt, wenn du dir selbst folgst | mit Anja Wiebe
Anja Wiebe war zwanzig Jahre in der Bank, hat Filialen geleitet und ist heute Mentorin. In diesem Gespräch erzählt sie, wie ein einschneidendes Erlebnis ihren Weg veränderte, warum Loslassen für sie der erste Schritt zum Erfolg ist und wie sie mit den eigenen Stärken und Codes arbeitet. Ihre Ansätze wie Numerologie und Astrologie sind ihr persönlicher Zugang und ihre Sicht, keine belegte Wissenschaft.
Erfolg folgt, wenn du dir selbst folgst
Für Anja steckt das Grundprinzip schon im Wort. Erfolg folgt dir, wenn du dir selbst folgst. Er entsteht für sie nicht durch ständigen äußeren Druck und Vergleichen, sondern durch Ausrichtung und Authentizität. Ihre Kernfrage lautet: Wer bist du wirklich? Wer im Einklang mit sich lebt, für den stellt sich Erfolg aus ihrer Sicht viel müheloser ein.
Vom sicheren Bankjob zum eigenen Weg
In der Bank war Anja erfolgreich, oft die Feuerwehr, die ein Team schnell auf Spur brachte. Doch die äußeren Wechsel, andere Städte, andere Teams, machten sie irgendwann nicht mehr glücklich. 2016 erlebte sie in ihrer Filiale einen bewaffneten Banküberfall. Das war der Anstoß, alles grundsätzlich zu überdenken. Kurz darauf stellte ihr eine Freundin am Telefon eine einzige Frage: Ist die Bank wirklich noch das, was du willst? In dem Moment fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Sie sagte Nein und traf innerlich die Entscheidung zu kündigen. Ende 2017 verließ sie die Bank.
Die Knall-Momente und der Neuanfang
Anja startete als Trainerin und Coachin, bis in der Corona-Zeit viele Firmen ihre Trainings absagten. Auch das las sie als Signal von außen. Später zog sie nach Tirol, und selbst dort gab es Knall-Momente, bis hin zu einem Felssturz an ihrem Ferienhaus. Für sie sind solche Erschütterungen Hinweise, genauer hinzuschauen, wo sie hingehört. Ihr Learning aus dieser Zeit ist, dem inneren Impuls zu folgen, statt sich Dinge im Kopf kaputtzudenken.
Loslassen als erster Schritt
Wie sehr Loslassen für sie wirkt, zeigt eine Geschichte von ihrer Wohnungssuche. Eine Traumwohnung tauchte auf, verschwand wieder aus den Anzeigen, und statt in Frust zu versinken, blieb Anja im Vertrauen und meldete sich trotzdem noch einmal. Am Ende bekam sie genau diese Wohnung. Ihr Fazit ist klar. Erst loslassen, dann vertrauen, dass alles zum eigenen Besten geschieht. Wer krampfhaft die Kontrolle behalten will, verhindert oft genau das Gute, das sonst entstehen könnte.
Raus aus der Negativspirale
Auch Anja flucht, ärgert sich und weint. Der Unterschied ist, wie schnell sie wieder herauskommt. Statt abends zu jammern, dass die Welt ungerecht sei, fragt sie am nächsten Morgen: Was ist jetzt dran, und wofür könnte das sogar gut sein? Sie warnt vor der Opfermentalität und vor dem größten Feind, dem Denken im Mangel. Wer ständig auf das schaut, was fehlt, bleibt stecken. Wer stattdessen nach Möglichkeiten sucht, kommt wieder in Bewegung.
Zieh dein eigenes Ziel, nicht das der anderen
Ziele sind für Anja zentral, aber mit einer wichtigen Vorfrage. Ist das Ziel, für das du gerade kämpfst, wirklich deins, oder ist es dir von außen vorgegeben? Nur für ein echtes Herzensziel entwickelst du die Leidenschaft, die dich wirklich antreibt. Viele Menschen haben verlernt, auf ihr Inneres zu hören, und lassen sich zu sehr von außen steuern. Genau da setzt sie an.
Ihr Ansatz, die eigenen Codes verstehen
Anja arbeitet mit dem, was sie Codes nennt, und verbindet dafür Stärkenarbeit, Numerologie, Astrologie und Human Design. Für sie sind das Werkzeuge, um das eigene Innere besser zu übersetzen und Entscheidungen im Einklang mit sich zu treffen. Sie versteht diese Ansätze als ihren persönlichen Zugang, nicht als bewiesene Wissenschaft. Gegen den Selbstoptimierungswahn hat sie eine klare Haltung. Ein einzelnes Reading bringt niemanden weiter, wenn er es nicht im Alltag umsetzt. Es geht ihr um Erkenntnis, die man wirklich lebt.
Frag dich bei deinem nächsten großen Ziel ehrlich: Ist das wirklich meins, oder erfülle ich damit eine Erwartung von außen?
Wenn etwas schiefläuft, stell dir am nächsten Morgen eine Frage: Was ist jetzt dran, und wofür könnte das sogar gut sein?
Was ich aus dem Gespräch mitnehme
- Werde dir im Inneren klar, was du wirklich willst.
- Lass dich nicht von den negativen Dingen im Außen runterziehen.
- Lern dich selbst kennen und vertrau dir.
Was du mitnehmen kannst
Anjas Schlusssatz ist zugleich ihr Anfang. Erfolg ist das, was dir folgt, wenn du dir selbst folgst. Werde dir klar über dein eigenes Ziel, lass los, wo du festhältst, und vertrau darauf, dass sich vieles fügt, wenn du dir treu bleibst.
Das war das Gespräch mit Anja Wiebe. Die ganze Folge gibt es oben als Video und zum Anhören.