Auswandern, wie aus dem Traum ein Plan wird | mit Simone und Jens Möller
Zweiter Teil mit Simone und Jens Möller. Im ersten Teil haben sie erzählt, wie sie ihre Arztpraxis und ihre osteopathische Physiotherapiepraxis aufgegeben haben und nach Zypern ausgewandert sind. Jetzt geht es um den Ausblick, wie sie dort Fuß gefasst haben und was sie Menschen mitgeben, die selbst mit dem Gedanken spielen, etwas Großes zu verändern. Das ist ihre persönliche Sicht als Coaches, kein Patentrezept.
Keine Entscheidung aus Angst
Der wichtigste Satz der beiden lautet, Angst ist nie ein guter Berater. Sie unterscheiden zwischen einer Weg-von-Entscheidung, die aus Angst entsteht und den Blick eng macht, und einer Hin-zu-Entscheidung, für die man erst wissen muss, was man wirklich will. Aus eigener Erfahrung wissen sie, wie schmerzhaft die erste Variante ist. Die Entscheidung für Zypern war ihre erste bewusst geplante Hin-zu-Entscheidung, und plötzlich schienen sich Türen zu öffnen.
Erst die Vision, dann der Plan
Bevor die beiden ins Handeln kamen, stand die Frage nach der Vision. Wie soll sich mein Leben anfühlen? Simone lädt dazu ein, sich vom Wie erst einmal freizumachen und wieder zu träumen. Erst danach kommen die konkreten Fragen. Kann ich dort gesund leben, wie ist es mit den Beziehungen, bin ich bereit, die Sprache zu lernen, und finanziert mein Business mich auch im Ausland? Ihr Punkt: Die Veränderung beginnt bei uns selbst.
Freiheit entsteht im Inneren
Für Simone und Jens ist Freiheit mehr als tun zu können, wonach einem gerade ist. Sie teilen die Geschichte von Viktor Frankl, dem im Konzentrationslager alles genommen wurde und dem dennoch die Freiheit blieb, seine innere Einstellung zu wählen. Sein Gedanke, meine Gedanken sind frei, ist für die beiden der Kern. Wer Freiheit nur im Außen sucht, findet sie dort nie.
Brücken bauen von hier nach dort
Die Golden-Gate-Brücke hinter den beiden im Bild ist ihr Sinnbild. Oft steht man auf der einen Seite und will auf die andere, doch die Brücke fehlt noch. Ihre Arbeit ist genau das, Menschen helfen, an den entscheidenden Stellen diese Brücken zu bauen. Dazu gehört, die eigene Unzufriedenheit und Sehnsucht ernst zu nehmen, statt sie zu unterdrücken, weil in ihr die Energie für Veränderung steckt.
Angst als Zeichen von Wachstum
Auf dem Weg zum eigenen Traum kommen Ängste, da sind sich die beiden sicher. Sie kommen immer, die Frage ist nur wann. Für Simone und Jens ist Angst ein Zeichen, dass man wächst, weil sie einen dort schützen will, wo man gerade steht. Wer das erkennt, kann eine Entscheidung auch mit Angst treffen und trotzdem weitergehen. Als Bilder dienen ihnen Thomas Edison, der nach unzähligen Versuchen sagte, er kenne nun viele Wege, die nicht funktionieren, und Oprah Winfrey, der früh gesagt wurde, sie eigne sich nicht fürs Fernsehen.
Groß träumen, ohne Perfektionismus
Die beiden ermutigen, groß zu träumen, kein Traum ist zu klein oder zu groß. Nach eigener Schätzung gehen nur wenige Menschen den Weg wirklich, weil unterwegs Mangelgedanken kommen, ich habe nicht das Geld, nicht die richtige Ausbildung. Ihr Rat ist, einfach loszugehen, Fehler zuzulassen und den Perfektionismus abzulegen, denn der Traum verwirklicht sich unterwegs. Wichtig bleibt für sie, vorher die eigene Vergangenheit aufzuräumen, damit man sie nicht mit über die Brücke nimmt.
Nimm dir bewusst Zeit fern vom Alltag und beantworte eine einzige Frage. Wie soll sich mein Leben anfühlen, in jedem Bereich, von Gesundheit über Beziehungen bis zur Arbeit?
Wenn beim nächsten großen Vorhaben die Angst kommt, werte sie als Zeichen, dass du wächst, und mach trotzdem den nächsten kleinen Schritt.
Was Frank aus dem Gespräch mitnimmt
- Triff Entscheidungen hin zu dem, was du wirklich willst, statt aus Angst zu fliehen.
- Erst die Vision und das Gefühl, dann der konkrete Plan.
- Angst gehört dazu, sie ist oft ein Zeichen für Wachstum.
Was du mitnehmen kannst
Wenn ich diesen zweiten Teil auf einen Gedanken bringe, dann diesen. Der größte Schritt beginnt mit der Klarheit, was du wirklich willst, und mit dem Mut, loszugehen, bevor alles perfekt ist. Simone und Jens fassen es selbst in drei Punkten zusammen, eine klare Vision, groß träumen und sich Fehler erlauben.
Die beiden bieten dazu einen kostenlosen Workshop an, den sie in der Folge vorstellen. Das war Teil 2 von zwei mit Simone und Jens Möller. Die ganze Folge gibt es oben als Video und zum Anhören.