PODCAST-FOLGE

Realitätssteuerung, warum du wählst statt entscheidest | mit Susanne Wilberg

Folge 54 · Teil 1 von 2 mit Susanne Wilberg
Realitätsbewusstsein mit Susanne Wilberg
Teil 1 · du bist hier Teil 2

Erster Teil mit Susanne Wilberg. Nach zehn Jahren im Ausland ist sie zurück in Deutschland, und schon in ihrer Rückkehr steckt der Kern der ganzen Folge. Sie ist nicht vor etwas geflohen. Sie ist zu etwas hingegangen. Wir sprechen über bewusstes Wählen, über den Unterschied zwischen wählen und entscheiden, und darüber, wie sie ihre eigene Realität steuert.

Hin zu, nicht weg von

2016 ist Susanne mit ihrer Familie ausgewandert, auf den amerikanischen Kontinent, mehrere Länder, eine große Zeit. Trotzdem hat sie sich entschieden zurückzukommen, wegen der Familie und weil Deutschland ihre Heimat ist. Der Unterschied, den sie betont, ist fein und wichtig. Sie ist nicht wegen der politischen Lage geflohen. Bewusst ist sie hierher gekommen. Ob du dich von etwas wegbewegst oder auf etwas zu, macht für sie den ganzen Unterschied, im Umzug wie im Leben.

Es macht einen Unterschied, ob du weg von etwas gehst oder hin zu etwas.

Was Erfolg für Susanne ist

Wie in jeder Folge frage ich nach dem Erfolg. Für Susanne heißt er, selbstbestimmt zu sein. Bewusst zu wählen, was in ihrem Leben auftauchen darf und was nicht, wer und was Platz bekommt. Genau darum dreht sich ihre Arbeit. Sie wollte wissen, wie die schönen Dinge in ihrem Leben immer wieder geschahen, hat sich weitergebildet und gibt das heute in Coachings weiter.

Beobachte, was du denkst

Der Schlüssel ist für Susanne das Bewusstsein, und der erste Schritt ist einfach. Beobachte deine Gedanken. Wir denken zehntausende Gedanken am Tag, und Gedanken sind für sie Energie, die sich auf deine Realität auswirkt. Wer unachtsam ist, wundert sich am Ende, warum immer er. Dazu kommen die Worte. Achte darauf, deine Wünsche nicht im selben Satz wieder zu stornieren, das kenne ich, ich hätte gern, aber. Vieles davon, sagt sie, darf man einfach unterlassen.

Du musst nur die Bühne kreieren, die du möchtest.

Bestellen wie im Restaurant

Ihr Bild dafür ist die Speisekarte. Im Restaurant suchst du dir aus, was draufsteht, und wenn du die Nummer 35 leicht abgewandelt willst, sagst du das eben. Genauso, sagt Susanne, ist das Leben. Du musst nicht manifestieren im Sinne von etwas erschaffen. Du richtest dich nur klar auf das aus, was du möchtest. Den Ferrari baust du nicht, du nimmst ihn in Besitz. Deine Aufgabe ist, die Bühne zu kreieren, auf der das dann erscheinen kann.

Vom Wunsch ins Tun

Wie das praktisch geht, macht Susanne am Ferrari fest. Zuerst die Vibration, die Freude an dem Gedanken. Dann die Frage, wie kann es gehen? Du googelst, du schaust ihn dir an, du machst eine Probefahrt, damit dein Körper die Erfahrung schon kennt. So wird aus einer Idee etwas Greifbares. Wichtig ist ihr der letzte Schritt, du handelst wirklich. Denn alles, was du heute hast, ist für sie das Ergebnis deines eigenen Tuns. Willst du ein anderes Ergebnis, handelst du eben ein Stück anders.

Wählen, nicht entscheiden

Ein Wort benutzt Susanne bewusst. Sie wählt, statt sich zu entscheiden. Eine Entscheidung heißt für sie, links oder rechts, das macht eng. Beim Wählen darfst du hinzufügen, zwei Kugeln Eis statt einer, heute so und morgen anders. Das lässt mehr Möglichkeiten offen. Sie legt sich weniger fest und bleibt beweglich.

Wählen macht dein Feld weiter.

Ziele ohne Verkrampfung

Was ist mit klaren Zielen, etwa einer Umsatzzahl bis Jahresende? Susanne warnt vor zu viel Verbissenheit. Ein zu enger Fokus bringt Ladung und Druck und kann genau das verhindern, was du willst. Ihr Bild ist eine Angelschnur. Du wirfst den Haken aus, dein Ziel am Jahresende, und hangelst dich daran entlang mit einer einzigen Frage. Was ist jetzt dafür zu tun? Die Vibration, die Freude an der Sache, bringt dich immer wieder dran, und du tust sofort, was ansteht, statt dich ablenken zu lassen. So bleibst du dabei, ohne dich zu verkrampfen.

Zum Ausprobieren

Beobachte eine Woche lang deine Gedanken. Schalt einfach immer wieder Bewusstsein darauf, was denke ich hier eigentlich, den ganzen Tag?

Versuch dann, die Menge etwas herunterzufahren, Gedanken wie Worte, sagen wir um dreißig Prozent. Susanne sagt, allein daraus können sich schöne Dinge ergeben.

Franks drei Learnings

Was Frank aus dem Gespräch mitnimmt

  1. Beweg dich hin zu dem, was du willst, statt weg von dem, was du nicht willst.
  2. Beobachte deine Gedanken und storniere deine Wünsche nicht im selben Satz.
  3. Bleib mit Freude an einem Ziel dran, statt dich zu verkrampfen.

Was du mitnehmen kannst

Wenn ich diesen ersten Teil auf einen Satz bringe, dann diesen. Werde dir bewusst, wohin du eigentlich willst, und geh mit Freude darauf zu, statt dich vom Außen treiben zu lassen.

Das war Teil 1 von zwei mit Susanne Wilberg zum Realitätsbewusstsein. Im zweiten Teil geht es um unsichere Zeiten und darum, wie du dich neu ausrichtest. Die ganze Folge gibt es oben als Video und zum Anhören. Mehr über Susanne Wilberg findest du weiter unten.