PODCAST-FOLGE

Auswandern und das Vermögen schützen, warum Thomas Deutschland verlässt | mit Thomas Pollad

Folge 55 mit Thomas Pollad

Thomas Pollad ist wieder zu Gast, und diesmal geht es um zwei Dinge, die für ihn zusammengehören. Er veranstaltet einen Kongress über den Schutz des eigenen Erfolgs, und er selbst verlässt Deutschland nach 38 Jahren. Beides dreht sich um dieselbe Frage. Wie sicherst du dir deine Freiheit?

Ein Kongress über den Schutz des Erfolgs

Der Anlass ist für Thomas greifbar. Die Zeiten ändern sich, sagt er, das gute alte Sparbuch bringt kaum noch Zinsen, dazu kommen neue Regularien und Steuerthemen. Genau deshalb hat er mit den Geldhelden den Freiheitskongress ins Leben gerufen, mit einundzwanzig Speakern aus ganz unterschiedlichen Feldern, von Sachwerten über Businessfreiheit bis zu Wohnsitz und zweitem Pass. Drei Tage, sieben Speaker pro Tag, komplett online und kostenlos. Es geht ihm darum, Menschen von Fachleuten hören zu lassen, die diesen Weg selbst schon gegangen sind.

Warum er Deutschland verlässt

Der zweite Strang ist persönlich. Thomas wandert im Sommer aus, erst einmal Richtung Asien. Die Gründe haben sich über zwei, drei Jahre angesammelt. Als langjähriger Unternehmer fühlte er sich nicht immer gut behandelt, manche Steuerregel leuchtet ihm nicht ein. Dazu reisen er und seine Frau ohnehin viel, oft waren sie kaum ein halbes Jahr im Land und zahlten trotzdem die volle Steuerlast und die Miete. Ein Erlebnis seiner Frau gab den Ausschlag. Sie stammt aus Afghanistan, ist seit 36 Jahren in der Pfalz zu Hause und wurde bei einem Ausflug so abweisend angestarrt, dass sie sich fremd fühlte. Anderswo, sagt Thomas, wird man offener empfangen.

Irgendwann muss eine Deadline her

Was viele kennen, kennt auch Thomas. Man nimmt sich den großen Schritt vor und schiebt ihn dann doch immer wieder auf. Bei ihm brach die Aufschieberitis durch eine Einladung auf, ein Bekannter heiratet in Thailand, und seine Frau wollte eine thailändische Hochzeit schon lange miterleben. Das wurde die Deadline. Bis dahin melden sie sich ab. Manchmal, sagt er, braucht es genau so einen festen Punkt, damit aus dem Vorhaben Wirklichkeit wird.

Auswandern ist wie Fahrradfahren lernen

Auf die Vorbereitung angesprochen, wird Thomas grundsätzlich. Informieren, immer wieder informieren. Er hat sich Geschichten von Ausgewanderten angehört, Communities und Auswanderertreffen genutzt, Bücher gelesen und auch die KI gefragt, worauf zu achten ist. Der Rest ist Übung. Es ist wie Fahrradfahren, sagt er, keiner konnte es beim ersten Mal, und man fällt auch mal hin. Rückschläge gehören dazu, manche kosten Geld, und trotzdem geht man weiter.

Es ist wie Fahrradfahren lernen.

Mit vier Koffern und leichtem Kopf

Was macht man mit Hab und Gut? Thomas und seine Frau haben eine kleine Wohnung, keine Kinder, vieles wird bei Familie eingelagert. Losgehen werden sie mit vier Koffern. Beim Ausräumen merkt er, wie viel sich in 38 Jahren ansammelt und wie wenig davon man wirklich braucht. Er vergleicht es mit dem Handy voller Apps, von denen man kaum eine nutzt. Dieser Frühjahrsputz, sagt er, macht den Kopf freier.

Sachwerte, Plan B und ein ehrlicher Blick

Als jemand, der lange in der Finanzszene unterwegs war, hat Thomas eine klare Meinung, und die gibt er ausdrücklich als seine persönliche Sicht weiter, keine Anlageberatung. Die vergangenen Jahre seien gut für Papierwerte gewesen, für Aktien, Fonds und Ähnliches. Für die kommenden Jahre setzt er eher auf Sachwerte, auf Dinge, die man anfassen kann. Ob man das teilt oder nicht, sein zweiter Punkt gilt für viele. Ein Plan B, ein Ort oder ein ortsunabhängiges Einkommen, gibt ein Stück Sicherheit, falls sich die Umstände ändern.

Erfolg und Freiheit kommen nicht einfach angeflogen.

Dranbleiben, komme was wolle

Zum Schluss wird Thomas grundsätzlich. Erfolg und Freiheit fliegen niemandem einfach zu, sie sind harte Arbeit und Wille. Selbst der reichste Mensch, sagt er mit Blick auf Elon Musk, habe jahrelang geschuftet und Rückschläge einstecken müssen. Sein Rezept dagegen ist immer dasselbe. Dranbleiben und das Ziel als klares Bild vor Augen behalten. Bei ihm ist das der Moment am Flughafen, abgemeldet, mit dem ersten Flug in ein neues Leben.

Du musst immer dein Ziel vor Augen haben.
Zum Ausprobieren

Mach einmal deinen eigenen Frühjahrsputz. Nimm dir einen Schrank oder eine Ecke vor und trenn dich von dem, was du ein Jahr lang nicht gebraucht hast. Achte darauf, wie viel leichter sich der Kopf danach anfühlt.

Schiebst du einen großen Schritt vor dir her, einen Umzug, einen Wechsel, die Selbstständigkeit, setz dir eine echte Deadline und mal dir das Ziel so konkret aus, dass du es vor dir siehst.

Franks drei Learnings

Was Frank aus dem Gespräch mitnimmt

  1. Setz dir für einen großen Schritt eine echte Deadline, sonst schiebst du ihn ewig.
  2. Rechne mit Rückschlägen, sie gehören dazu wie beim Fahrradfahren.
  3. Behalte dein Ziel als klares Bild vor Augen, gerade wenn es holprig wird.

Was du mitnehmen kannst

Wenn ich diese Folge auf einen Gedanken bringe, dann diesen. Ob großer Lebensschritt oder nächstes Unternehmensziel, es braucht einen klaren Entschluss, einen festen Termin und die Bereitschaft, Rückschläge auszuhalten.

Den Freiheitskongress der Geldhelden, um den es zu Beginn geht, findest du unter frank-kuehtz.de/kongress. Die ganze Folge gibt es oben als Video und zum Anhören. Mehr über Thomas Pollad findest du weiter unten.