Mondzyklen, wie du deinen natürlichen Rhythmus wiederfindest | mit Anja Wiebe
Anja Wiebe ist wieder zu Gast, diesmal geht es um den Mond. Kein Hokuspokus, sagt sie gleich zu Beginn, sondern das, was unsere Großeltern noch selbstverständlich gelebt haben. In einer Zeit, in der die Hektik spürbar zunimmt, lädt sie dazu ein, den eigenen Rhythmus wiederzufinden. Sie hat außerdem eine klare Botschaft für alle, die noch zögern.
Warum der Mond, ganz ohne Hokuspokus
Anja lebt in Tirol, und dort ist es normal, sagt sie, dass Menschen sich nach dem Mond die Haare schneiden lassen und Landwirte nach seinem Zyklus säen. Sogar bestimmtes Holz für Instrumente wird nur zu bestimmten Mondphasen geschlagen. Wir tun das gern als Aberglaube ab, dabei haben unsere Großeltern noch selbstverständlich danach gelebt. Ihr Punkt ist dabei ein sehr menschlicher. Wir haben verlernt, unserem natürlichen Rhythmus zu folgen, und der Mond ist eine einfache Erinnerung daran.
Zwei Energien, steuern kannst du nur eine
Anja schaut immer auf zwei Dinge. Auf die universelle Energie, die gerade draußen herrscht und die alle spüren, und auf die eigene, persönliche Energie. Verändern, sagt sie, kannst du nur deine eigene. Der Mond hilft ihr dabei, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen. Werden die im Alltag ständig übergangen, kostet das Kraft. Sie arbeitet jeden Tag, ganz gleich, wie der Mond steht. Sie wählt nur, welche Aufgabe gerade leichter von der Hand geht, und gönnt sich an anstrengenden Tagen bewusst eine kleine Auszeit fürs Nervensystem.
Die Hektik hat gerade Hochkonjunktur
Dass die Stimmung derzeit besonders unruhig ist, spürt Anja deutlich. Die Menschen werden nervös, sagt sie, weil ständig etwas Neues passiert und alles rund um die Uhr möglich ist. In ihrer astrologischen Deutung passt das ins Bild, sie spricht von einer Konstellation, die es so seit Jahrzehnten nicht gab und die den Geist besonders fordert. Ob man ihr darin folgt oder nicht, der praktische Rat gilt für jeden. Gerade in hektischen Phasen lohnt es sich, das eigene Nervensystem im Blick zu behalten.
Bloß keine Ausrede
Ein Missverständnis räumt Anja gleich aus. Der Mond ist keine Entschuldigung. Es liegt am Mond, also kann ich nichts machen, genau das meint sie nicht. Sie selbst achtet zwar genau darauf und schreibt jeden Morgen ihren Tagesimpuls, doch sie schiebt keine Aufgabe deswegen weg. Sie schaut nur, wann etwas günstiger ist, und richtet ihre Selbstfürsorge danach aus. Der Rhythmus ist eine Orientierung, keine Bremse.
Genug gelernt, jetzt raus damit
Ihre stärkste Botschaft hat mit den Jahreszeiten der Energie zu tun. Erst kam für sie die Widder-Phase mit mutigen neuen Ideen. Dann die Stier-Phase, in der man prüft, was Bestand hat. Jetzt, in der Zwillinge-Phase, geht es ums Rausgehen und Sichtbarwerden. Ihr Appell ist unmissverständlich. Du hast genug gelernt und genug Wissen gesammelt, hör auf, immer nur mehr Input zu suchen, und komm in die Umsetzung.
Jeder ist ein Rohdiamant
Ein Bild bleibt hängen. Anja wohnt oberhalb von Swarovski, und in dem Park dort glitzert bei Sonne einfach alles. Genauso, sagt sie, ist jeder Mensch ein Rohdiamant, der zum Strahlen kommen darf, statt im ich kann ja nichts, ich bin nichts wert zu verharren. Dazu gehört Mut und ein bisschen Substanz. Viele Fachleute halten ihr Wissen zurück, weil sich die lautesten Stimmen nach vorne drängen. Ihr Rat, geh mit deiner Erfahrung raus, und wenn du Unterstützung brauchst, such dir jemanden, der es ehrlich mit dir meint.
Lad dir einen kostenlosen Mondkalender herunter und schau nach, in welcher Phase wir gerade sind. An einem vollen oder anstrengenden Tag gönn dir bewusst ein kleines Ritual, das dein Nervensystem beruhigt, ein Spaziergang, ein Bad, zehn Minuten Stille.
Nimm dir außerdem eine Sache vor, die du schon länger kannst, aber noch nicht nach außen gebracht hast, und mach sie diese Woche sichtbar.
Was Frank aus dem Gespräch mitnimmt
- Nutze natürliche Rhythmen als Orientierung, nicht als Ausrede.
- Achte in hektischen Zeiten bewusst auf dein Nervensystem.
- Hör auf, nur zu lernen, und geh mit dem, was du kannst, nach draußen.
Was du mitnehmen kannst
Wenn ich diese Folge auf einen Gedanken bringe, dann diesen. Nutze natürliche Rhythmen als Orientierung, achte auf deine Energie, und dann geh raus mit dem, was du wirklich kannst.
Anjas Mond-Angebot und ihre Kontakte findest du unter dem Video verlinkt. Die ganze Folge gibt es oben als Video und zum Anhören. Mehr über Anja Wiebe findest du weiter unten.